Konsequenzen von Stress und Überlastung für den Betroffenen
Natürlich macht Stress auf Dauer krank. Darüber hinaus hat er aber eine ganze Reihe anderer, negativer Konsequenzen:
- Unter Stress sind wir überregt und innerlich angespannt. Das hat Folgen. Wir verbrauchen erstens selbst für einfache Aufgaben übermäßig viel Energie. Zweitens ist dieses hohe Erregungsniveau zur Bewältigung beruflicher Anforderungen nicht optimal. Denn wie viele Studien zeigen, sind wir in einem mittleren Aktivationsniveau am leistungsfähigsten.
- Längerfristig entstehen „leistungs-averse" Emotionen, wie Hoffnungslosigkeit, Gefühl der Überforderung, Mutlosigkeit, Verzweiflung bis zu ängstlich-depressiver Verstimmung.
- In unserem Kopf nehmen Gedanken wie „ich schaffs nie“, oder „mir ist alles zuviel“ überhand. Das kostet uns zusätzlich Energie. Aber nicht nur das.
- Unser innere Überzeugung anstehenden Herausforderungen gewachsen zu sein, bricht ein.
- Langfristig gesehen leidet darunter unser Selbstbild. Wir fühlen uns überfordert, unfähig und schwach.
- Konzentration und Aufmerksamkeit gehen zurück. Unsere Gedanken drehen sich im Kreis, ohne einer Lösung der anstehenden Probleme und Aufgaben näher zu kommen.
- Fehlende physische Energie, unangemessene Emotionen und Selbstzweifel haben motivationale Konsequenzen. Unsere Motivation nimmt drastisch ab. Fehlende Motivation teilt sich mit. Wer sich nicht selbst motivieren kann, kann andere auch nicht motivieren.
- Unser Arbeitstempo liegt auf den Extremen der Skala träge-verlangsamt oder hektisch-übersteigert.
- Nervös und angespannt sinkt unsere Toleranz gegenüber anderen. Unsere Kollegen können uns nichts mehr recht machen, wir nörgeln viel herum.
- Unsere emotionale Intelligenz nimmt in zweierlei Hinsicht ab: Wir verlieren den Kontakt und das Gespür für uns selbst und für unseren eigenen Zustand und vernachlässigen in der Folge unsere Regeneration. Gleichzeitig können wir uns aber auch immer weniger in andere hineinversetzen. Darunter leiden nicht nur berufliche Beziehungen, sondern auch die Beziehungen zu denen, die uns am nächsten stehen.
- Stress reduziert aber auch unsere Möglichkeiten der Eigensteuerung und Selbstkontrolle. In der Folge können wir negative Emotionen immer weniger zurückhalten. Die daraus resultierende eingeschränkte kommunikative Kompetenz wirkt sich negativ auf unsere Beziehungen in Beruf und Privatleben aus.
Langandauernder Stress beeinträchtigt alle wichtigen Dimensionen des Mensch-Seins: Gesundheit und Beziehungen. Arbeit und Lebensqualität.
Lassen Sie es nicht so weit kommen – informieren Sie sich über die zahlreichen Möglichkeiten gegenzusteuern.
Und falls Sie schon richtig im Stress stecken? Auch dann gibt es vieles, was Sie tun können. Gönnen Sie sich dabei fachliche Unterstützung.